Erkenntnisse und Meinungen

[Transport Nr. 23-24 vom 13.12.2013] Mittlerweile hat jeder der neun Kandidaten im großen Lkw-Praxistest bei der Spedition Reinert Logistics rund 200.000 Kilometer auf dem Tacho und die Fahrer haben so ihre Erfahrungen gesammelt.

nfang Oktober geht es eher ruhig zu auf dem Hof der Reinert-Kühler-Zentrale in Neuenhagen, südöstlich von Berlin. Die Test-Lkw – darunter der „Scania 440 AGR“, der DAF, der Volvo und der „Mercedes-Benz Actros“ mit Euro VI - treffen nach und nach auf dem Hof ein. Wir werden auch nicht alle Fahrzeuge heute in Augenschein nehmen können. Den Iveco und den MAN erwischen wir noch in Magdeburg vor dem Laden. Der „Actros“ mit Euro V, der „Scania 420 SCR“ und der „Renault Premium“ sind fern der Heimat unterwegs. Diese Ergebnisse werden wir zu gegebener Zeit nachreichen. Dieter Roth vom TüV SüD will sich die Trucks von unten und ganz explizit die Bremsscheiben anschauen.

Auch ein gründlicher Check der Reifenprofile steht an – ein ausführlicher Bericht folgt hierzu in einer der nächsten Ausgaben. Die Transport-Testredaktion will sich den bis einschließlich September aufgelaufenen Testdaten widmen. Und: Die ersten Meinungen der Fahrer sind gefragt. Immerhin sitzen die meisten nun nach den vierteljährlichen Fahrerwechseln schon im fünften oder sechsten Fahrzeug (je nach Urlaub) und können schon die ersten Bemerkungen zur Fahrbarkeit und Wohnqualität abgeben.

Kein Grund zur Sorge

Die zunächst ein wenig beunruhigend klingenden Nachrichten von Spannungsrissen in der ein oder anderen Bremsscheibe erweisen sich als halb so schlimm. Dieter Roth, der gerade den DAF unter die Lupe nimmt: „Ja, es sind kleine Risse an der Innenseite der Scheiben an der Vorderachse zu sehen. Aber sie sind noch so winzig und so gleichmäßig verteilt, dass sich eine Beanstandung noch nicht ergibt.“ Renè Büst, der sich nach dem Wochenende für die nächsten zwei Wochen im Scania 440 AGR rüstet, wechselt vorne rechts das Abblendlicht. Zum wiederholten Male, denn die Lampen des Scania schwächeln offenbar buchstäblich von vorne bis hinten. „So alle drei Monate bin ich da am Birnchen tauschen“, sagt Büst. Und davon sei keine Lampe ausgenommen. „Glücklicherweise geht das beim Scania relativ schnell“, relativiert Büst seinen Arbeitsaufwand.

Der Scania ist innen – wie übrigens die meisten der neun Kandidaten – top in Schuss. Die Sitze sind durchweg noch kaum angegriffen an den Seiten der Sitzflächen, die Polster nach wie vor straff. Büst lobt auch das „Driver Support System“ im Scania, das laufend seine Fahrweise bewertet und ihn mit Tipps zur Ordnung ruft, wenn er doch einmal müde wird. „Ich find es extrem motivierend und richte mich auch danach“, sagt Büst.


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